Jennifer Scholzen

Hundeverhaltensberaterin. Hund-Mensch-Coaching.

Schön, dass Sie hier sind! 

Sie haben sicherlich schon einige Hundetrainer-Seiten durchstöbert, sind vielleicht noch unsicher, wer Ihnen bei den Schwierigkeiten mit Ihrem Hund vertrauensvoll helfen kann? Sofern Ihr Hund unter anderem

  • an der Leine zieht
  • sich aggressiv gegenüber Artgenossen verhält
  • sein Futter verteidigt
  • Besucher/Autos/Radfahrer/Jogger verbellt
  • Stereotypien zeigt (Schwanzjagen, Fliegen fangen, Apathie, Dauerlecken)
  • nicht auf Sie hört und alles andere interessanter findet oder
  • nicht alleine bleiben kann

sind Sie bei mir jetzt genau richtig!!!

Als ausgebildete Hundeverhaltensberaterin unterstütze ich Sie bei der Lösung all dieser Schwierigkeiten. Ich habe mich dabei speziell auf die Arbeit mit Hunden aus dem Tierschutz fokussiert.

Sie erhalten von mir funktionierende Werkzeuge, mit denen Sie selbst Ihren Alltag mit Hund umgestalten und positiv verändern können. Jedes Mensch-Hund-Team ist einzigartig und etwas besonderes, aus diesem Grund ist auch das Coaching bei mir entsprechend individuell. 

Wir erarbeiten gemeinsam lösungsorientierte und im Alltag leicht umzusetzende Möglichkeiten, wobei für mich die körpersprachliche Führung und ein fairer Umgang mit dem Hund im Vordergrund stehen. Das Bedürfnis nach Führung und Orientierung ist bei der Kommunikation zwischen Hund und Mensch dabei unsere wichtigste Aufgabe.

Ich verspreche Ihnen, dass Sie nach meinem Besuch den Blick auf Ihren Vierbeiner verändern werden!!!

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30.03.2020

Be-ziehung statt Er-ziehung

In meinen Gesprächen mit Ihnen höre ich oft, dass die erlernten Kommandos wie Sitz, Platz, Bleib gern als Beleg für eine gute Führung beim Hund genutzt werden. Dies ist grundsätzlich auch nicht falsch, dennoch sagt dies nichts über die eigentliche Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund aus. Ein Hund kann perfekt erlerntes Verhalten zeigen, doch im Alltag ein absoluter Chaot und Anarchist sein. Es ist daher wichtig die zwei folgenden Dinge zu verstehen:

1. Kommandos wie z.B. "Bleib" werden durch Verknüpfung beim Hund „erlernt“, vergleichbar mit unserem Auswendig-Lernen. Alles was der Hund hier zeigt, wurde ihm vom Menschen so antrainiert und meist (durch positive Konditionierung) bestätigt und bestärkt. Der Hund zeigt das, was WIR von ihm erwarten, weil er gelernt hat, dass dies Vorteile für ihn bringt.
Ein Beispiel dazu: Sie begegnen Ihrem Chef privat im Supermarkt, den Sie auf den Tod nicht ausstehen können. Am liebsten würden Sie auf der Stelle umdrehen und ihn ignorieren, dennoch setzen Sie ein Lächeln auf, begrüßen Ihn freundlich und halten Smalltalk. Sie zeigen -trotz Ihrer inneren Antihaltung- ein „erlerntes“ Verhalten, weil Ihnen die gesellschaftlichen Erwartungen bekannt und wichtig sind (andernfalls könnte dies ja auch negative Auswirkungen im Job haben). Ehrlich und authentisch ist aber anders, oder?

2. Er-ziehung passiert über Be-ziehung, also die reelle Führung und tatsächliche Bindung zu Ihrem Hund im Alltag. Dabei spielt unser eigenes Mindset (also unsere Denkweise) eine wichtige Rolle! Nur wenn Sie selbst von etwas überzeugt sind, können Sie dies im Alltag auch authentisch und transparent an Ihren Hund übermitteln. IHRE Reaktionen und Emotionen auf Stress, im Alltag und auf unvorhergesehene Situationen werden vom Hund gelesen – danach erfolgt auch SEINE Bewertung und seine Verhaltensreaktion.
Auch hierzu ein Beispiel: Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren und begegnen einem unangeleinten Hund, der frontal und bedrohlich auf Sie zukommt.

Situation A: Sie gehen stark und mutig auf den anderen Hund zu und scheuchen ihn ruhig und unaufgeregt einfach weg. Ihr Hund lernt: „Meine Begleitperson ist entspannt und beschützt mich in einer Konfliktsituation. Ich kann darauf vertrauen, und es wird mir nichts passieren. Ich selbst kann bei solchen Begegnungen also weiterhin entspannt sein.“

Situation B: Sie nehmen Ihren Hund kurz, fangen an, dem Hund und Besitzer entgegen zu schreien und lassen die Begegnung aus Verzweiflung ungewollt zu. Ihr Hund lernt: „Meine Begleitperson hat Ängste und zeigt sich unsicher, sie war nicht in der Lage die Konfliktsituation für uns souverän zu lösen, ich muss also demnächst selbst aktiv werden um uns zu beschützen.“

Anhand dieser einen Situation erlernt Ihr Hund enorm viel über die Qualität Ihres Führungsverhaltens. Sie zeigt ihm, inwieweit er sich auf sie verlassen kann, wie viel „Führungsstil“ sie tatsächlich beweisen, und wie viel Vertrauen er in den Alltag mit Ihnen investieren kann. Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind.

Machen wir direkt einen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, der Mensch aus der oben genannten Situation ist Ihr Chef, und Sie sind der Hund. Bei welchem Menschentypen fühlen Sie sich automatisch besser aufgehoben? Wer strahlt die meiste Kompetenz für Sie aus, und wem würden Sie bei riskanten Entscheidungen mehr vertrauen? Haben Sie nicht sofort das Gefühl, dass Sie beim Menschen aus der Situation A Ihren Beruf viel ungezwungener ausführen können, als bei „Chef B“? Außerdem würden Sie für „Chef A“ sicher auch eher mal freiwillig Überstunden machen, wohingegen diese bei "Chef B" schon eher angeordnet sein müssten, oder? Sie sehen also: Die Motivation ändert das Denken und Handeln.

Und ein Verhalten, dass durch gute Führung und eine starke Bindung geprägt ist, ist weitaus erfüllender, ehrlicher, positiver und effizienter, als ein Verhalten was schlicht und ergreifend nur "anerlernt" wurde. Stärken Sie Ihren Hund dabei, indem Sie sich stärken!



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